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Schmiedestahl

Geschmiedetes Werkzeug

SCHMIEDESTAHL ODER HARTMETALL
In der Steinbildhauerei unterscheidet man Meißel aus Schmiedestahl und Hartmetall.
Traditionell werden Meißel aus Stahl (Hauptbestandteil Eisen mit Kohlenstoff) von Hand geschmiedet. Die Schneide lässt sich in einem sehr spitz zulaufenden Schneidenwinkel ausschmieden und erhält eine hohe Schärfe. Die Werkzeuge werden auch heute noch in kleinen Stückzahlen von Hand auf dem Amboss ausgetrieben und anschließend an der Spitze gehärtet. Sie sind ideal für Steine bis zur Härte von weichem Marmor. Das häufige Nachschärfen ist während der Arbeit mit geschmiedeten Werkzeugen unumgänglich.
Hartmetall wurde in den 1920-er Jahren entwickelt und ist bis heute unter dem Markennamen WIDIA – abgeleitet von Wie Diamant – bekannt. Bei diesen Meißeln wird in den Stahlrohling an der Spitze ein kleiner Hartmetalleinsatz eingefräst, eingelötet und angeschliffen. Der Vorteil ist die längere Schärfe (Standzeit) der Schneide. Daher werden Hartmetallwerkzeuge für Steine ab Härte 4 verwendet. Es ist allerdings Vorsicht geboten: Hartmetall ist sehr spröde und kann leichter Abplatzen als Stahl. Der Profi schleift sich seine Werkzeuge für jede Anwendung individuell an, je nach Einsatzzweck und Härte des Steines, denn eine stumpfe Schneide ist viel unempfindlicher.